Was ist Conscious Connected Breathwork?
Bei Reset arbeiten wir sanft, mit Atemübungen und Meditationen. Bei Deep Reset und Total Reset gehst du tiefer, das ist Conscious Connected Breathwork, eine begleitete Atemreise. Hier erfährst du, was das ist und was du davon hast.
Keine Atemtechnik. Eine Reise.
Conscious Connected Breathwork (CCB) ist kein 4-7-8 und kein Box Breathing. Du atmest durchgehend und verbunden, ohne Pause zwischen Ein- und Ausatmen, etwas tiefer und aktiver als gewohnt, getragen von Musik. Diese Art zu atmen führt dich sanft in einen veränderten, tranceähnlichen Zustand: wach, aber jenseits des ständigen Denkens. Ein Zustand, in dem sich zeigen darf, was sonst unter der Oberfläche bleibt.
Die Reise in drei Phasen
Eine Session ist bewusst aufgebaut, und immer in einem sicheren Raum gehalten, der wie ein Gefäß wirkt:
Der Atem baut Energie auf und öffnet den Raum.
Der intensivste Moment. Hier darf sich bewegen, was da ist.
Ankommen, nachspüren, das Erlebte in Ruhe setzen lassen.
Gerade die Integration ist entscheidend: Sie gibt deinem Nervensystem Zeit, das Erlebte einzuordnen, statt es nur „durchzumachen".
Warum es wirkt
CCB ist bewusst aktivierend, nicht beruhigend wie Box Breathing. Durch das schnellere, verbundene Atmen sinkt der CO₂-Spiegel im Blut leicht ab, und genau diese Verschiebung öffnet den Weg in den veränderten Zustand, das haben Forschende des Ernst-Strüngmann-Instituts in Frankfurt gezeigt. Der Clou: In einem sicheren Raum darf dein System erst hochfahren („Gas"), um danach umso tiefer loszulassen („Bremse"). Diese bewusste Aktivierung mit anschließender Entladung ist der Grund, warum sich eine Session völlig anders anfühlt als jede Entspannungsübung.
„Breathwork can reliably evoke profound mental states without the use of drugs."
Der Atem: deine Brücke zum Nervensystem
Dein Nervensystem hat zwei Seiten: den Sympathikus, dein Gaspedal für Leistung, Kampf und Flucht, und den Parasympathikus, deine Bremse für Ruhe, Verdauung und Erholung. Bei chronischem Stress bleibt das Gaspedal gedrückt. Der Atem ist die einzige dieser Funktionen, die du bewusst steuern kannst, und damit deine direkte Brücke zwischen beiden. Über den Atem kannst du dein Nervensystem regulieren: aus dem Dauer-Alarm zurück in Balance. Eine große Übersichtsstudie zeigt, dass bewusstes Atmen genau diese Balance über den Vagusnerv verschiebt und Ruhe, emotionale Kontrolle und Wohlbefinden fördert (Zaccaro et al., 2018). Genau darum wirkt CCB nicht nur im Moment, es trainiert die Fähigkeit deines Systems, zwischen Anspannung und Ruhe zu wechseln. Gerade wenn du ständig unter Strom stehst, im Alltag oder im Beruf, ist das der Unterschied.
Was du davon hast
Verbundenes Atmen wirkt nicht nur während der Session, es wirkt nach. Das berichten Teilnehmende, und die Forschung zeigt in dieselbe Richtung:
- Weniger Stress und Anspannung. Meta-Analyse aus 12 Studien (Fincham et al., 2023)
- Spürbar weniger Angst. Kontrollierte CCB-Studie, großer Effekt (2025)
- Bessere Stimmung, mehr innere Stärke. Weniger Gereiztheit & Niedergeschlagenheit, mehr Selbstwert (Konstanz 2024, Frankfurt 2025)
- Ein ruhigerer Kopf. Weniger Grübeln, im EEG sichtbar (Konstanz 2024)
- Emotionale Entlastung. Das Gefühl, etwas loszulassen (Sussex 2025)
- Tiefe Ruhe und Verbundenheit. Zustände von Weite und Frieden
Ehrlich gesagt: Das sind Forschungsergebnisse und Erfahrungen, kein Heilversprechen. CCB ersetzt keine ärztliche oder psychotherapeutische Behandlung.
„An effective, accessible, and scalable intervention for reducing anxiety symptoms."
Die Forschung dahinter
- Bahi et al. (2024), Current Psychology · Universität Konstanz
- Havenith et al. (2025), Communications Psychology · Ernst-Strüngmann-Institut, Frankfurt
- Fincham et al. (2023), Scientific Reports
- Kartar et al. (2025), PLOS ONE · Brighton & Sussex Medical School
- Kontrollierte CCB-Studie (2025), Journal of Affective Disorders
- Zaccaro et al. (2018), Frontiers in Human Neuroscience · Atem & Nervensystem
Bemerkenswert: In mehreren dieser Studien ähnelten die subjektiven Erfahrungen milden bis mittleren psychedelischen Zuständen, ganz ohne Substanzen.
„Changes brain activity and mood, and induces mystical experiences."
Ehrlich eingeordnet: Die Forschung zu CCB ist jung und vielversprechend, aber noch kein endgültiger Beweis. Genau deshalb verspreche ich nichts, was ich nicht halten kann, ich lade dich ein, es selbst zu erfahren.
Kraftvoll. Und nicht für jede/n
Weil CCB aktivierend und intensiv ist, ist es nicht für alle geeignet. Deine Sicherheit geht immer vor, bei Zweifel sprechen wir vorher, und eine Teilnahme ist ggf. nur nach ärztlicher Rücksprache möglich.
Kontraindikationen
In den folgenden Fällen ist CCB nicht empfohlen:
- Schwere Herz-Kreislauf-Beschwerden
- Schwere Erkrankungen, besonders wenn sie die Atmung beeinträchtigen
- Kürzlicher Unfall oder kürzliche Operation
- Organversagen oder fortgeschrittene, schwere Erkrankungen
- Gefäßerkrankungen (z. B. Thrombose, Schlaganfall)
- Psychosen
- Depression oder starke psychische Belastung
- Epilepsie
- Schwere Traumata
- Schwangerschaft
Nur nach vorheriger Rücksprache, weil sie sich verschlimmern können:
- Asthma
- Bluthochdruck
- Akute Krankheitssymptome (z. B. Fieber)
- Augenerkrankungen (z. B. grüner Star / Glaukom)
- Tinnitus
- Einnahme starker Medikamente, v. a. Psychopharmaka